Sonderbauwerke

Sonderbauwerke nach DIN V 4034/1, EN 1917 Typ 2 vom Betonwerk Kühne sind Energiereduzierschacht, Drosselschacht, Leitungswechsel-/ Druckausgleichsschacht, Schieberschacht und die Podestplatte. Sie gewährleisten robuste Entwässerungslösungen, präzise Funktion, hohe Maßhaltigkeit, normgerechte Ausführung, sichere Montage und vielseitige Einsatzmöglichkeiten für kommunale, industrielle und infrastrukturelle Bauprojekte mit geprüfter Qualität.

Leitungswechsel-/ Druckausgleichsschachtunterteil DN 1000

Häufig muss in Versorgungsgebieten von Druckrohrleitungen mit geringem Durchmesser auf dickere Freispiegelleitungen bzw. Gravitationsleitungen übergegangen werden. Druckrohrleitungen transportieren durch externe Energie Wasser mittels Überdruck in der Leitung. Freispiegelleitungen transportieren Wasser unter Ausnutzung des freien Gefälles, ohne Fremdenergie.
Mithilfe eines Leitungswechselschachtes KÜHNE-IDEAL® ist die Weiterleitung von Wasser in Rohren mit kleineren Durchmessern in Rohre mit größeren Durchmessern möglich. Das Einstauen von ankommendem Wasser mit höherer Fließgeschwindigkeit im Schacht ist gegeben.
Das Leitungswechsel-/ Druckausgleichsschachtunterteil DN 1000 besteht aus einem Schachtunterteil nach EN 1917 DIN V 4034/1, Typ 2, offenes Gerinne, gerade, mit einem Einlauf mit Pressdichtung DN 60-100 von der Druckrohrleitung, mit einem Auslauf DN 150 – DN 300 in die Freispiegelleitung (Anschlussmuffe in verschiedenen Ausführungen möglich), Bodenstärke bis Rohrsohlezulauf 210 mm, Auslaufhöhe variabel, vom Einlauf zum Auslauf steigendes Gerinne.

Podest-Platte DN 1500 und DN 2000 KÜHNE-IDEAL®

Entsprechend der Sicherheitsregeln für Arbeiten in umschlossenen Räumen von abwassertechnischen Anlagen (DGUV R 103-003, DGUV 21, BG-R 177) muss bei Absetz-, Pumpen- und Kontrollschächten mit großer Tiefe ab 10 Metern ein Zwischenpodest eingebaut werden, ab 5 Metern wird ein Podest empfohlen.
Das Podest besteht aus einer Abdeckplatte mit einem exzentrischen Durchstieg DN 625 mm und einer Abdeckung. Der Durchstieg muss mit dieser Abdeckung gesichert sein. Bei Pumpenschächten wird werkseits bei Bedarf in dem Podest eine Öffnung für die Rohrdurchführung aus dem Pumpenendschacht eingebaut.
Der Schachtdurchmesser muss bei einer Tiefe ab 5 m mindestens DN 1500 mm sein. Um einen sicheren Abstieg in Schächten ab 5 m Tiefe zu ermöglichen, ist eine Leiter mit Einsteighilfe fest zu installieren.

Energiereduzierschacht-Unterteil DN 1000

Der Energiereduzierschacht DN 1000 dient der kontrollierten Speicherung, Beruhigung und gedrosselten Ableitung von Regenwasser im Kanalnetz. Über eine sohlennahe, tangentiale Einleitung (Zulauf) gelangt das ankommende Regenwasser in die runde Speicherkammer des Schachtunterteils. Dort wird das Wasser zunächst zwischengespeichert und anschließend kontrolliert und gedrosselt in das weiterführende Kanalnetz oder eine Abwasserbehandlungsanlage abgeführt.
Durch die tangentiale Zuführung entsteht eine spiralförmige Wirbelströmung, die von zusätzlichen Sekundärströmungen überlagert wird. Diese hydrodynamische Strömungsführung transportiert Regenwasser gemeinsam mit Schlamm- und Schmutzpartikeln gezielt zur Beckenmitte. Der dort integrierte Trichter-Beckenablauf im Bodenbereich ermöglicht eine kontrollierte und entschleunigte Ableitung des zuvor gespeicherten Regenwassers.
Bei starkem Leitungsgefälle wird das zufließende Wasser über einen Zulauf DN 150 oder DN 200 in den Schacht eingeleitet. Im Inneren des Bauwerks entsteht eine radiale Hydrodynamik mit vertikaler Strömungsausrichtung, wodurch sich unterschiedliche Geschwindigkeitszonen bilden. Diese Strömungsstruktur sorgt für eine effektive Beruhigung und Energieverringerung des Wassers.
Das Wasser verlässt den Schacht anschließend energiegedrosselt über einen seitlichen Auslauf DN 150 oder DN 200, der in einem einbetonierten Trichter integriert ist. Dadurch wird die Fließenergie reduziert und das nachgelagerte Kanalnetz vor hydraulischen Belastungen geschützt.
Das Energiereduzierschacht-Unterteil DN 1000 besteht aus einem Schachtunterteil gemäß EN 1917 / DIN V 4034-1, Typ 2. Es verfügt über KG-Anschlüsse, einen Zulauf DN 150 oder DN 200, einen integrierten hydrodynamischen Trichter sowie einen seitlichen Auslauf DN 150 oder DN 200, der direkt im Trichterboden einbetoniert ist.
Dieses System eignet sich besonders für den Einsatz in Regenwasseranlagen, Kanalnetzen, Rückhaltebecken sowie in der kommunalen und industriellen Abwassertechnik, wo eine Reduzierung der Fließenergie und eine kontrollierte Wasserableitung erforderlich sind.

Drosselschacht-Unterteil DN 1200, 1500

Das Drosselschacht-Unterteil DN 1200 und DN 1500 dient der kontrollierten Speicherung und gedrosselten Ableitung von Regenwasser in Kanalnetzen und Regenwasseranlagen. Über eine sohlennahe tangentiale Einleitung (Zulauf) wird das ankommende Regenwasser in die runde Speicherkammer des Schachtes geleitet. Dort wird es zunächst zwischengespeichert und anschließend gedrosselt an das nachfolgende Kanalnetz oder eine Abwasserbehandlungsanlage abgegeben.
Durch die tangentiale Zuführung entsteht im Inneren des Beckens eine spiralförmige Wirbelströmung, die von zusätzlichen Sekundärströmungen überlagert wird. Diese hydrodynamische Strömungsführung sorgt dafür, dass Regenwasser sowie Schlamm- und Schmutzpartikel zur Beckenmitte transportiert werden.
Im Zentrum des Beckens befindet sich ein trichterförmiger Beckenauslauf, der einen gezielten Sog erzeugt. Über diesen Trichter-Beckenablauf in der Bodenmitte wird das zuvor gespeicherte Regenwasser kontrolliert und entschleunigt in das nachgelagerte Kanalnetz abgeführt.
Das ankommende Regenwasser wird über einen Zulauf DN 200 bis DN 300 tangential und sohlennah in das Drosselbecken eingeleitet. Durch die Kombination aus spiralförmiger Drehströmung und dem Sog des zentralen Trichters werden Wasser, Schlamm- und Schmutzpartikel zunächst im Schacht zurückgehalten, gespeichert und anschließend gedrosselt über einen seitlichen Auslauf DN 200 bis DN 300 in das weiterführende Kanalnetz abgegeben.
Das Drosselschacht-Unterteil DN 1200, DN 1500 und DN 2000 besteht aus einem Schachtunterteil gemäß EN 1917 / DIN V 4034-1, Typ 2 mit KG-Anschlüssen. Es verfügt über einen Zulauf DN 200 bis DN 300, einen integrierten hydrodynamischen Trichter sowie einen seitlichen Auslauf DN 200 bis DN 300, der direkt in den Trichter einbetoniert ist.
Das Funktionsprinzip entspricht dem eines Energiereduzierschachtes, jedoch sind die Schachtdurchmesser größer ausgelegt, wodurch höhere Einstauvolumina und eine größere Speicherkapazität für Regenwasser erreicht werden. Dadurch eignet sich der Drosselschacht besonders für kommunale Kanalnetze, Regenrückhalteanlagen und große Entwässerungssysteme mit erhöhtem Wasseraufkommen.

Leitungswechsel-/ Druckausgleichsschacht-Unterteil DN 1000

In vielen Versorgungs- und Entwässerungssystemen ist ein Übergang von Druckrohrleitungen mit kleineren Durchmessern zu Freispiegelleitungen bzw. Gravitationsleitungen mit größeren Rohrdimensionen erforderlich. Während Druckrohrleitungen Wasser mithilfe von Überdruck transportieren, erfolgt der Transport in Freispiegelleitungen ausschließlich über das natürliche Gefälle der Leitung.
Der Leitungswechsel- bzw. Druckausgleichsschacht KÜHNE-IDEAL® ermöglicht diesen Übergang hydraulisch sicher. Das mit höherer Geschwindigkeit ankommende Wasser wird im Schacht eingestaut und beruhigt, bevor es kontrolliert in die nachfolgende Freispiegelleitung weitergeleitet wird. Dadurch wird ein Druckausgleich erreicht und die Fließenergie reduziert.
Das Leitungswechsel- / Druckausgleichsschachtunterteil DN 1000 besteht aus einem Schachtunterteil nach EN 1917 / DIN V 4034-1, Typ 2 mit offenem, geradem Gerinne.

Ausstattung:
• Einlauf mit Pressdichtung DN 60–100 für Druckrohrleitungen
• Auslauf DN 150–300 für Freispiegelleitungen
• Anschlussmuffe in verschiedenen Ausführungen möglich
• Bodenstärke bis Rohrsohleneinlauf: 210 mm
• variable Auslaufhöhe
• vom Einlauf zum Auslauf ansteigendes Gerinne

Der Schacht eignet sich besonders für Anwendungen im Kanalbau, in der kommunalen Entwässerung und bei Druckentwässerungssystemen, bei denen ein sicherer Übergang zwischen Druck- und Freispiegelleitungen erforderlich ist.

Schieberschachtunterteil DN 1000, 1200, 1500

Für einen ablagerungsfreien Betrieb von Abwasserdruckrohrleitungen werden Mindestfließgeschwindigkeiten von 0,5–0,7 m/s empfohlen. Besonders in der Druckentwässerung können diese Werte aufgrund geringer Abwassermengen jedoch häufig nicht erreicht werden. Um die Fließgeschwindigkeit zu erhöhen und Ablagerungen zu vermeiden, wird in solchen Systemen häufig Druckluft in die Rohrleitungen eingeblasen. Die Reinigung erfolgt dabei über Druckluftspülstationen und Spülschächte mit entsprechenden Absperr- und Einblaseinrichtungen.
Der Schieberschacht KÜHNE-IDEAL® ermöglicht das Absperren, Regulieren und Rückstauen von Abwasser sowie das Einblasen von Druckluft in Abwasserdruckrohrleitungen. Je nach Anforderung können verschiedene Schiebertypen integriert werden.
Das Schieberschachtunterteil DN 1000, DN 1200 und DN 1500 besteht aus einem Schachtunterteil gemäß EN 1917 / DIN V 4034-1, Typ 2 und ist wahlweise mit offenem, geradem Gerinne oder ohne Gerinne erhältlich.

Ausstattung:
• Spindelschieber am Auslauf (bauseits)
• Einlauf in verschiedenen Ausführungen möglich
• geeignet für Druckentwässerungsanlagen und Spülschächte

Der Schacht eignet sich besonders für kommunale Entwässerungssysteme und Abwasserdruckleitungen, in denen Regulierung, Absperrung oder Druckluftspülung erforderlich ist.

Podest-Platte DN 1500 und DN 2000 KÜHNE-IDEAL®

Gemäß den Sicherheitsregeln für Arbeiten in umschlossenen Räumen abwassertechnischer Anlagen (DGUV R 103-003, DGUV 21, BG-R 177) ist bei Absetz-, Pumpen- und Kontrollschächten mit großen Tiefen besondere Arbeitssicherheit erforderlich. Ab einer Schachttiefe von 10 m muss ein Zwischenpodest eingebaut werden, ab 5 m Tiefe wird ein Podest empfohlen.
Die Podest-Platte DN 1500 und DN 2000 KÜHNE-IDEAL® besteht aus einer Abdeckplatte mit exzentrischem Durchstieg DN 625 sowie einer gesicherten Abdeckung. Der Durchstieg muss aus Sicherheitsgründen stets mit dieser Abdeckung verschlossen sein. Bei Pumpenschächten kann bei Bedarf werkseitig zusätzlich eine Öffnung für die Rohrdurchführung aus dem Pumpenendschacht integriert werden.
Für Schächte mit einer Tiefe ab 5 m ist zudem ein Schachtdurchmesser von mindestens DN 1500 erforderlich. Um einen sicheren Zugang zu gewährleisten, muss außerdem eine fest installierte Leiter mit Einsteighilfe vorgesehen werden.
Diese Ausstattung sorgt für sichere Wartungs- und Inspektionsarbeiten in tiefen Abwasserschächten und entspricht den aktuellen Arbeitsschutz- und Sicherheitsvorschriften im Kanal- und Anlagenbau.